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Probleme lösen leicht gemacht

Wenn die Sonne scheint, dann freue ich mich und mir geht es gut. Wenn es regnet, dann freue ich mich auch und mir gehts gut. Denn, würde ich mich dabei schlecht fühlen und mich darüber aufregen, würde es trotzdem regnen.

Probleme lösen ist nicht so schwer wie du vielleicht denkst, denn sie entstehen letzten Endes immer im Kopf, als eine Reaktion auf eine bestimmte Situation.  Meistens sind die Situationen nicht oder nur schwer zu ändern – das Problem dass du damit hast ist aber immer zu lösen. Wer das nicht glaubt, liest hier nach. 🙂

Probleme lösen wo sie entstehen
Oh Oh!

Wer kennt diese Situationen nicht? Wieder mal ein leeres Bankkonto – Anfang des Monats… Du schaust dem schönen Geschlecht nach, dein(e) Partner(in) sieht das und ist (milde gesagt) nicht begeistert… Dein Chef war wieder mal sooo ein Arsch und hat dir noch mehr Arbeit aufgebrummt…

Das sind typische Situationen die man als Problem sehen kann. Die Reaktion auf solche Situationen sieht bei jedem anders aus, aber was bei all diesen Problem-Situationen immer gleich ist: Sie stressen einen! Das heisst sie lösen Gefühle aus und mit diesen Emotionen können wir meistens nicht umgehen, wenn wir sie überhaupt bewusst wahrnehmen. Wir fühlen uns dann meist überfordert, hilflos, genervt und wissen oft nicht weiter. Wir hadern mit der Situation, machen Gott und die Welt für unsere Situation verantwortlich, resignieren oder fügen uns in unser „Schicksal“… Wie könnten wir das verändern und unsere Probleme lösen?

Situation und Problem

Zuerst ist es mal wichtig zu unterscheiden zwischen der Situation und dem Problem. Ich behaupte, dass ein Problem immer im Kopf entsteht. Das heisst, wir finden zuerst mal eine Situation in unserem Leben vor die uns nicht passt (leeres Bankkonto, Ärger mit dem Partner, zu viel Arbeit). An dieser Situation lässt sich oftmals nicht viel verändern, wenn das Konto leer ist, ist es halt leer. Damit wollen wir uns aber nicht abfinden.

Wir malen uns meist unbewusst aus, was die schlimmsten Konsequenzen aus dieser Situation sein könnten und die passen uns erst recht nicht (Armut, Verlassenwerden, Gekündigt). Also tun wir vermeintlich alles um die Situation zu verbessern. Wir nehmen uns vor nächsten Monat zu sparen, wir geloben Besserung und versprechen nie wieder jemandem hinterherzuschauen, wir arbeiten weit über unsere Grenzen hinaus und nehmen Arbeit auch mit nach Hause. Herzlich Willkommen im Hamsterrad! Derjenige bei dem das wirklich wesentlich etwas verbessert hat, bei dem sich solche Situationen dann nicht wiederholt haben, möge sich bei mir melden und mir sein Geheimnis verraten – ich geb dann einen aus.

Gedanken und Gefühle

So versuchen wir also unsere Probleme zu lösen, was aber nicht wirklich funktionieren kann. An der Situation lässt sich meist nichts verändern. Was du aber immer verändern kannst, sind deine Gedanken zu einer Situation. Schau dir die Situationen, die du als Probleme bezeichnest genau an und überleg dir, was genau dein Problem damit ist. Was nervt dich daran, frustriert sich, greift dich emotional an? Schreib dir alles auf was dir dazu in den Sinn kommt, jeden Gedanken und scheint er auch noch so verrückt. Dann wirst du bemerken, es ist schon etwas leichter geworden, der innere Druck hat nachgelassen.

Klar, die Situation ist immer noch so, wie sie vor dem Aufschreiben war. Aber das ist auch gar nicht deine Baustelle. Stell dir z.B. vor, du brichst dir den Arm und hast morgen ein wichtiges Tennismatch – dass du dir den Arm gebrochen hast, wirst du nicht ändern können. Also geh mit deiner Aufmerksamkeit weg von der Situation, hin zu den Gedanken die darüber in dir auftauchen. Denn dort liegt dein wahres Problem, die Gedanken die du dir über Situationen machst! Die lassen dich dann wütend, traurig, frustriert, etc. werden. Wie du darauf reagierst bestimmt sich dadurch was du für Erfahrungen in deinem Leben gemacht hast und wie du es gelernt hast. Dein Unterbewusstsein assoziiert solche Situationen mit für dich prägenden Situationen aus deiner Vergangenheit. Schon bist du emotional hineinversetzt in die Vergangenheit. Daraus kann dich dein Kopf/Denken nicht befreien.

Einfach Probleme lösen

Du hast nun also deine Gedanken aufgeschrieben und vielleicht auch schon wie du dich gefühlt hast. Nun ist es wichtig, dass du dich um diese Gefühle kümmerst. Mit kümmern meine ich: Fühlen! Auf das Thema Gefühle gehe ich in diesem Artikel näher ein. Das hört sich erstmal leicht an, ist es für viele aber nicht. Wir haben gelernt bestimmte Gefühle, meist die „Negativen“ zu unterdrücken. Das führt dann zu besagten Problemen. Wenn du wieder die Verantwortung für deine Gefühle übernimmst und sie bejahend fühlst, passiert etwas wunderbares, deine Probleme lösen sich wie von selbst auf. Zuerst bearbeitest du also das Problem in deinem Kopf und dann siehst du neue Möglichkeiten, Lösungen für die Situationen denen du dich gegenüber siehst.

Zusammenfassend ein Beispiel: Wenn die Sonne scheint, es 30 Grad und blauen Himmel hat, würden die meisten sagen: „Was für ein Traumwetter! Juhuuuu!“ Sie würden sich automatisch „gut“ fühlen. Bei demselben Wetter gibt es aber auch die, die sagen: „Es ist viel zu heiss, da kann man ja nichts machen, alles ist so anstrengend“. Die werden sich eher „schlecht“ fühlen.

Probleme lösen sich auf
Hier herrscht eitel Sonnenschein

Wer hat denn nun „Recht“? Wir gehen unhinterfragt davon aus, dass das Wetter so ist wie wir es mit unseren Gedanken darüber interpretieren, die einen sehen es eben gut, die anderen schlecht. Diejenigen die es als schlecht interpretieren haben dann Stress mit dem Wetter. Aber was kann das Wetter dafür? Deine Gedanken über das Wetter bestimmen wie du dich fühlst – und die kannst du immer verändern. Wenn du dich dann noch um deine Gefühle dazu kümmerst, änderst du dein Erleben des „Wetters“ und es kann kommen was will. Deine Probleme lösen sich in Wohlgefallen auf und bei dir herrscht eitel Sonnenschein. 🙂

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Angst überwinden? Nichts vor dem man sich fürchten müsste!

Angst überwinden ist keine Zauberei. Oft zeigt sie sich wie aus heiterem Himmel im Alltag. Das Problem dabei: sie manifestiert sich meist zuerst körperlich über Symptome wie Druck auf der Brust oder Enge im Hals. Zumeist überfordert einen das völlig, weil man es eben nicht zuordnen kann. Wenn der Arzt einem dann bescheinigt dass alles in Ordnung sei und vielleicht die Diagnose „Panikattacke“ stellt, ist guter Rat teuer. Wie du deine Angst überwinden kannst und deinen Umgang damit veränderst, erfährst du hier.

„Wo kommt das denn auf einmal her? Es fühlt sich einfach nur schlecht an, man möchte davon laufen. Im Magen liegt es schwer, der Druck auf der Brust ist auch heftig und diese Enge im Hals! Was mach ich denn jetzt? Am besten irgendwie ablenken, Hauptsache es geht weg. Da kommt das Smartphone gerade recht – mit seinen Millionen Möglichkeiten. Oder doch lieber gleich mit jemandem was ausmachen, telefonieren, sich treffen. Fernsehen? Kino? Hauptsache dieses doofe „Etwas“ in mir drinnen verschwindet endlich. Was ist das eigentlich? Nein, lieber nicht fragen, sonst wird es nur noch schlimmer und ich bekomme es gar nicht mehr unter Kontrolle.“

Der Teufelskreis

Jeder kennt es, die wenigsten können es konkret benennen – das Gefühl der Angst. Meistens läuft der erste bewusste Kontakt damit, so oder so ähnlich wie oben beschrieben ab. Da regt sich etwas in mir, was ich nicht genauer beschreiben kann. Es ist unangenehm und die erste Reaktion ist meistens: „Das muss weg! Jetzt!“. Ich gehe also aus, treffe Freunde oder mache irgendetwas  um dieses unangenehme Etwas leiser zu stellen oder zeitweise ganz zu überdecken. Irgendwann, meist nicht allzu viel später, meldet es sich aber wieder in mir. Mit der Zeit werden die Signale dann heftiger: Herzrasen, Magenkrämpfe, Schwindel, usw. Dann beginnt das Spielchen wieder von vorne und schon bin ich mitten drin in meinem persönlichem, selbst erschaffenem Teufelskreis.

Angst überwinden und verstehen

Was ist denn Angst eigentlich und warum ist es so schwer sie „los zu werden“? Angst ist ein Gefühl das jeder Mensch in sich trägt. Entwicklungsgeschichtlich macht sie durchaus Sinn: hätte der Steinzeitmensch damals keine Angst vor dem Säbelzahntiger gehabt, würde es mich und dich vielleicht heute gar nicht geben. Wurde damals jemand aus der Gesellschaft ausgeschlossen, war dies gleichbedeutend mit seinem Tod, denn alleine zu überleben war damals nicht möglich – heute wäre das die allseits bekannte „Angst vor dem Alleine-Sein“.

Früher gab es viele reale Situationen, bei denen man um Leib und Leben fürchten musste. Heute haben die meisten Ängste keinen wirklich bedrohlichen Hintergrund. Also ist die Vorstellung was passieren könnte, meist viel schlimmer als das was dann wirklich passiert. Alleine zu sein etwa ist heute nicht mehr lebensbedrohlich. Trotzdem kann das Angstgefühl auch heute noch durchaus sinnvoll sein, wenn ich es denn zulassen kann und ihm zuhöre. Stell dir vor du stehst vor einer sechsspurigen Autobahn und möchtest hinüber, da könnte Angst schon nützlich sein um aufmerksam zu bleiben. Es geht also um ein Gefühl das wir die ganze Zeit in uns herumtragen.

Wie vorher schon erwähnt ist die erste Reaktion darauf meist, es weg haben zu wollen. Und da haben wir ein grosses Problem: ich kann nichts weg machen, was ein Teil von mir ist. Schau dir deine Hand an. Sie ist ein Teil von dir – offensichtlich. 🙂 Würde es Sinn für dich machen deine Hand weg haben zu wollen? Jetzt könntest du sagen, dass die Hand schliesslich nützlich sei – aber das könnte die Angst auch sein. Mit deiner Hand lernst du als Baby ganz natürlich umzugehen und die Eltern unterstützen das auch – beim Angstgefühl passiert das nicht, wie du weiter unter gleich lesen wirst. Natürlich kannst du deine Angst jetzt auch mit Medikamenten unterdrücken, aber „weg“ wird sie deswegen nicht gehen.

Die Lösung

Es hilft schon mal, die Angst zu verstehen und dein Bild von ihr zu verändern. Bisher war sie das dunkle, böse Unbekannte das du weg haben wolltest. Tief in dir sind vielleicht sehr ablehnende Überzeugungen abgespeichert. Eine Überzeugung ist ein Gedanke, den du irgendwann mal angefangen hast zu glauben – meist ohne ihn zu hinterfragen. Was hindert dich diesen Gedanken zu hinterfragen und zu verändern? Als Kinder fangen wir an, Gedanken von Mama und Papa oder einer anderen Bezugsperson als die eigenen zu übernehmen. Wenn du also als Kind z.B. Angst vor einem Gewitter hast und deine Eltern zu dir sagen, „Du brauchst keine Angst zu haben“, ziehst du dir den logischen Schluss, „ich spüre etwas (Angst), brauche es aber nicht zu haben, also stimmt was nicht mit mir wenn ich es spüre“ – also fängst du an sie zu unterdrücken, weil du willst ja „normal“ sein und dazu gehören.

Der Mensch wächst und wird intellektueller, die kindlich logische Überzeugung, dass Angst nicht ok ist und unterdrückt werden sollte, bleibt unbewusst bestehen. Hier unterstützen deine Eltern dein natürliches Erleben und deinen Umgang mit der Angst nicht. Das führt dazu, dass Angst immer noch unbewusst sofort abgelehnt und unterdrückt wird sobald sie sich zeigen würde. Würden sie stattdessen etwa sagen, „Es ist in Ordnung dass du Angst hast, jeder hat mal Angst, ich auch“ und dich dann in den Arm nehmen, würdest du erfahren dass du mit deiner Angst geliebt wirst und sie nicht unterdrücken. Leider haben das die wenigsten von uns früher gehört, alsooooooo…

Hinterfrage deine Einstellung (deine Gedanken) zu deiner Angst!

Was müsste passieren, dass du deine Angst annehmen lernst? Stell dir vor dein Postbote klingelt bei dir. Er lächelt dich an und hält dir einen roten Brief (Vorladung, Gerichtsvollzieher, etc… definitiv nichts Gutes!) entgegen. Würdest du auf die Idee kommen ihm eine rein zu hauen? Wahrscheinlich würdest du den Brief entgegen nehmen und deinen Briefträger, wenn du ihn besser kennst, verabschieden. Dann würdest du dich wohl um das kümmern was in dem Brief steht. In dem Beispiel ist die Angst der Briefträger, die dir eine Nachricht überbringt. Wenn du deine Angst ablehnst, haust du deinem „Briefträger“ immer wieder eine rein, obwohl sie es gut meint und dich nur auf etwas hinweisen möchte. Du kümmerst dich aber nicht um das, was dir die Angst sagen will.

Also finde raus, was deine Gedanken zu „Angst“ sind. Nimm dir Zeit und schreib mal auf, was es in dir zum Thema Angst denkt, ganz spontan ohne groß darüber nachzudenken. „Angst ist…“ und dann gehts los. Wenn du anfängst deine Einstellung ihr gegenüber zu verändern, dann kannst du den nächsten Schritt angehen.

Fühle dein Gefühl der Angst!

Lass das Gefühl der Angst zu. Es ist eh schon da – immer! Meistens spürst du es nicht weil dir beigebracht wurde, dass Angst etwas ist, was man nicht zu fühlen braucht. Das ist ein Missverständnis in deinem Unterbewusstsein!

  • Setz dich hin, schliesse deine Augen wenn du kannst und konzentriere dich auf deine Atmung, beobachte innerlich eine Zeit lang deinen Atem.
  • Lade deine Angst ein, sich jetzt zu zeigen! Formuliere innerlich eine Einladung und warte was passiert. Vielleicht spürst du körperlich etwas, beobachte dies.
  • Atme und spüre wie die Angst kommt.
  • Gib den Widerstand dagegen auf und warte bis die Angst von selbst weniger wird. Du kannst nichts erzwingen. Die Angst „entscheidet“ wann du genug gefühlt hast und wird sich dann von selbst zurück ziehen, vergleichbar mit einer Welle die über dich hinweg spült.
Angst überwinden
Angst verliert ihren Schrecken

So veränderst du dein Denken und dein Fühlen der Angst. Wenn du deiner Angst freundlich gegenüber stehst, kann etwas wunderbares passieren: Die Angst wird ein nützlicher Freund werden, ein Gefühl dass dich immer dann aufmerksam werden lässt, wenn du es brauchst. Sie gibt dir Hinweise, die du beachten kannst. Dann ist die Angst nicht mehr das dunkle, böse Monster, als dass du sie immer gesehen hast. Dann verliert sie ihren Schrecken und hilft dir zu erkennen, dass es da etwas (der Brief aus dem Beispiel) gibt, um das du dich kümmern darfst. So veränderst du nach und nach dein Bild, deine Vorstellung der Angst und du wirst merken – Angst überwinden ist nichts vor dem du dich fürchten müsstest. 🙂