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Blog-enberger – Meine Welt. Mein Blog.

„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“

Warum dieser Blog, warum noch ein Blog?

Ich beschäftige mich nun schon viele Jahre mit mir selbst und mit meinen Klienten. Seit mehreren Jahren betreibe ich eine Heilpraxis in Regensburg mit. Immer wieder habe ich mir die Frage gestellt, wo ich im Leben hin möchte. Was soll der Sinn meines Lebens sein, was meine Ziele? Lange Zeit wusste ich nicht was ich machen will, wer ich sein will, was mir im Leben wirklich wichtig ist. Das hat zu einer unterschwelligen Orientierungslosigkeit geführt und ich war nie richtig „da“, nie richtig begeistert von etwas – ich habe so dahin gelebt, mehr überlebt. Natürlich hatte ich Spaß an vielen Dingen, aber immer war es irgendwie getrübt und ich hatte keine Ahnung warum. Es hat lange gedauert bis ich meinen Weg gefunden habe und manchmal ist es schwer, nicht von diesem Weg abzukommen.

Mein Ziele im Leben sind Freiheit und Freude und ich bin überzeugt, dass dieser innere Zustand dauerhaft möglich ist. Dazu muss ich allerdings schauen, was diesem Ziel im Weg steht und das erfordert eine gewisse Disziplin, die ich zugegebenermassen nicht immer aufbringen kann. Ich merke das dann immer schnell, wenn es mir einfach „nicht gut geht“. Ausserdem ist es nicht immer schön und angenehm „hinzuschauen“. Dann komme ich, oft mit der Hilfe von lieben Menschen, wieder zu meinen Zielen zurück und tue was nötig ist in diesem Moment, um diese zu erreichen.

Im Laufe der Zeit wurde mein Leben immer leichter und freudvoller und wenn ich es mit der Zeit vorher vergleiche, sehe ich dass sich viel für mich zum Positiven verändert hat. Ich bin sehr glücklich verheiratet mit einer wunderbaren Frau und wir pflegen einen sehr ehrlichen und offenen Umgang miteinander. Mir macht die „Arbeit“ in meiner Praxis sehr viel Freude und meistens gehe ich mit einem Lächeln nach Hause. Ich habe nach wie vor meine Baustellen, aber deutlich mehr Spaß dabei.

Wieso? Weshalb? Warum?

Warum ich das jetzt schreibe? Weil ich davon überzeugt bin, dass Ziele wie Freude und Freiheit im eigenen Leben nicht nur schöne Floskeln sein müssen, sondern wirklich gelebt und erfahren werden können. Dabei möchte ich dir helfen und meine Erfahrungen und Gedanken zu alltäglichen und tiefgreifenden Themen mit dir teilen. Dein Leben kann so viel schöner, freier, gesünder sein – und ja, das ist wirklich möglich, auch und gerade für dich! Wenn du wirklich glücklich bist und du glaubst es geht nicht mehr – Herzlichen Glückwunsch.

Falls nicht, fange an dich und dein Leben zu hinterfragen. Was findest du wirklich toll in deinem Leben und was nicht so? Beginne damit die alten Wege, die dir vorgelebt wurden, die du unbewusst beschritten hast zu verlassen und deinen eigenen Weg zu gehen. Der Gedanke daran kann erst mal Angst und Unsicherheit hervorrufen, das ist normal, aber es lohnt sich. Ändere deine Sicht auf dich und dein Leben wenn du etwas siehst was dir nicht gefällt – „dann gehst du deinen eigenen Weg und bist dein eigener Held.“ 🙂

Und wenn du dir dabei in meinem Blog Anregungen holen kannst, habe ich mit meinen Beiträgen mein Ziel erreicht.

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Apell an die Männerwelt, Ode an die Männlichkeit!

Wie ein Mann sein soll

Wir Männer haben unsere ganz eigenen Vorstellungen, was es heißt männlich zu sein. Diese Vorstellungen von Männlichkeit sind meist, milde ausgedrückt, seeeeeehhhhhhhhr antiquiert. Das bringt Probleme mit sich im Zusammenleben mit anderen Männern – und Frauen. An euch Männer da draußen: Ihr könnt es euch ruhig weiterhin schwer machen oder ihr lest das und verändert etwas.

Gerade beim Thema Männlichkeit ist mir aufgefallen wie bei keinem anderen Thema, dass viele Männer Fragezeichen in den Augen haben. „Klar bin ich männlich, ich bin ja ein Mann!“ Nur weil du einen Schniedel hast, heißt das nicht, dass du wirklich männlich bist (außer eben körperlich) :). Dann frag dich doch mal: Was verstehst du denn unter Männlichkeit? Was macht denn einen Mann aus? Wie verhält er sich? Ist es überhaupt wichtig, sich das zu fragen?

Identität: Mann?

Liebe Männer, ich denke, das sind mitunter die wichtigsten Fragen, die wir uns stellen sollten! Warum? Weil die Antworten einen wichtigen Teil unserer Identität ausmachen, also wer du glaubst, zu sein! Wenn du dich nie fragst, was Männlichkeit für dich bedeutet, lebst du das Männerbild, welches du vorgelebt bzw. beigebracht bekommen hast. Und weil die wenigsten Männer vor dir sich und iWeich Seinhr Männerbild jemals hinterfragt haben, kann es gut sein, dass du ein wandelndes Klischee bist. Du bist gefangen in alten Vorstellungen, was Männer sind und was sie sein sollen. Z.B. stark, unverwundbar, abgehärtet, handwerklich begabt, der Versorger, der Patriarch, unbesiegbar, der (Frauen-)Held, der Macho, der Unnahbare, emotionskalt, der Krieger… GUTEN MORGEN! WILLKOMMEN 2017! GUT GESCHLAFEN?

Wir haben nicht mehr anno dazumal und du gehst inzwischen aufrecht (zumindest manchmal). Falls es dir noch nicht aufgefallen ist, die Zeiten haben sich geändert und wir tragen kein Fell mehr als Lendenschurz. Aber unbewusst verharren wir oftmals in alten Zeiten, unseren alten Überzeugungen, Bravo! Da nehme ich mich übrigens keinesfalls aus. Auch ich ertappe mich z.B. immer wieder dabei, wie ich als stoischer Zuhörer meiner Frau absolut souverän auf ihre Geschichten und ihr Klagen reagiere. Keine Emotion dringt nach außen, ich bin Herr der Lage. Haha… Innerlich bin ich völlig planlos und unsicher, wie ich jetzt reagieren soll. Hauptsache keine Schwäche zeigen und ja nichts von mir preisgeben, sonst wird das gegen mich verwendet oder sie packt gleich ihre Koffer!

Diesen und ähnlichen Bullshit habe ich mir lange geglaubt und unbewusst immer wiederholt. Schließlich habe ich angefangen, mich überhaupt mal der Möglichkeit zu öffnen, dass ich nicht das perfekte Beispiel für Männlichkeit aus dem Bilderbuch sein könnte, was lange Zeit völlig unvorstellbar war. Ich habe dann mit der Zeit gemerkt, dass ich bei weitem nicht so von mir überzeugt bin und so viel Selbstbewusstsein als Mann habe, wie ich mir das eingeredet habe. Deshalb habe ich auch lange nie wirklich viel von mir preisgegeben, damit keiner sieht, was für ein kleines, armes Würstchen ich bin. Wenn das nämlich jemand sieht, finden mich alle doof, Männer wie Frauen, und ich stehe alleine da, so meine Gedanken dazu. Hände hoch, wem das bekannt vorkommt! 😉

Altes Männerbild

Mir wurde klar, dass mein Erleben von mir und von Männern eng mit meinen Überzeugungen über Männer und Männlichkeit verbunden sind. Also habe ich mir oben genannte Fragen gestellt. Was bedeutet für mich Männlichkeit? Wenn du dir diese Frage stellen und dich als Mann besser kennen lernen möchtest, dann geh so vor:

  • Schreib eine Liste der Begriffe, die dir als erstes in den Sinn kommen, wenn du dich fragst, wie Männer sind. „Männer sind…“ und dann gehts los.
  • Schreibe kurze Begriffe und sei spontan, also das, was dir als erstes in den Sinn kommt.
  • Mach dir dafür einen Termin und schreib (mit Stoppuhr) mindestens 10 Minuten.
  • Schreib die Liste 14 Tage lang. Du kannst die Liste erweitern und musst nicht jeden Tag eine neue schreiben.
  • Schreib alles ungefiltert auf, was dir in den Sinn kommt, auch wenn es dir komisch vorkommt oder peinlich ist. Du schreibst nur das auf, was eh schon in dir abgespeichert ist. Das zu schönen, oder auszusparen, bringt dir nichts.

Nur dann kommen die tief in mir/dir versteckten Überzeugungen ans Tageslicht. Wenn du sie dann mal vorgezerrt hast, kannst du dich fragen, ob du das auch weiterhin so leben möchtest. Ob sie deinem Leben mehr Freude und Leichtigkeit (oder was immer du da haben möchtest) verleihen. Dann stell dir die altbekannten Fragen: Was für ein Mann möchte ich sein? Welche männlichen Eigenschaften möchte ich leben? Wie möchte ich, dass andere mich als Mann sehen?

Natürlich werden die alten Rollenbilder auch heute teilweise immer noch verstärkt und größtenteils vorgelebt. Wenn sich beispielsweise ein kleiner Junge mehr fürs Malen und Tanzen interessiert, statt für Fußball und Handwerken… Wie würde man(n) reagieren als Vater? Würdest du das fördern? Voller Überzeugung und ohne die Angst, er könnte vielleicht „anders“ sein? Dein Männerbild gibst du übrigens an die nächste Generation weiter, einfach in dem du ein Vorbild bist als Mann. Wenn du dich dann mal fragst, ob du als Mann wirklich zu 100% glücklich und zufrieden bist, kannst du dir überlegen, ob du das „weitervererben“ möchtest. Mädchen lernen dich übrigens auch als Mann kennen und ihnen zeigst du, auf was sie sich später mal freuen können, denn sie bilden sich natürlich auch ein Bild von Männern.

Wie Männer Frauen behandelt haben, war bisher in unserer Geschichte größtenteils ein dunkles Kapitel. Auch heute noch haben Frauen in vieler Männer Köpfe nicht denselben Stellenwert wie Männer. Auch wenn das vielleicht unbewusst passiert und du jetzt sagst, dass das bei dir nicht so ist, schau genau hin, ob du Frauen immer gleichwertig behandelst – auch in deinen Gedanken. So lange wir Männer uns nicht hinterfragen und bewusst mit dem Thema Mann-Sein umgehen, wird es kein liebevolles, offenes Miteinander mit Frauen geben. Es entstehen nur noch mehr gegenseitige Missverständnisse und damit Leid. Um mein Gegenüber „sehen“ und verstehen zu können, muss ich das erst einmal bei mir schaffen. Nur dann sind auf Dauer Offenheit und Liebe möglich. Womit wir wieder beim Thema wären: Fang an, dich zu hinterfragen, wer du sein möchtest! 🙂

Neues Männerbild: Tu es!

Wenn du dich nie fragst, wer du als Mann bist und wie du als Mann sein möchtest, beschränkst du dein Leben enorm und es lässt dich unfrei sein. Du erlaubst dir keine neuen Erfahrungen aus Angst davor, unmännlich zu sein und du redest dir ein: „Das ist nichts für mich, das macht mir keinen Spaß“. Kann man(n) so machen… dann is halt Kacke. 🙂

Warum kann ein Mann nicht gerne ins Ballett gehen? Zu einer Malstunde? Was ist daran nicht männlich? Für mich sind das Möglichkeiten, Neues auszuprobieren, neugierig auf die Facetten des Lebens zu sein, kreativ zu sein. Und wenn der Antrieb, mich todesmutig auf etwas Neues einzulassen nicht zutiefst männlich ist, weiß ich nicht, was es ist. 😉 Also, sei der beste Mann der du sein kannst, da geht noch mehr!Neues Männerbild

 

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Einfach Glücklichsein? Sei deines eigenen Glückes Schmied!

Anleitung zum Unglücklich-Sein

Eine Anleitung zum Glücklichsein könnten wir oft gut gebrauchen. Uns unglücklich zu machen, schaffen wir meist auch so ziemlich gut. Oft ist ein Zeichen, dass wir die meisten Sachen in unserem Leben als selbstverständlich hinnehmen. Wir wissen viele Dinge nicht mehr zu schätzen und wollen immer mehr, um davon abzulenken, dass wir uns selbst nicht wertschätzen. Das führt zu Unzufriedenheit und der Gier nach immer mehr. Ein selbst geschaffener Teufelskreis, der unglücklich macht – die gute Nachricht: Du kannst ihn durchbrechen! 🙂

Wenn es nur so einfach wäre: „Erfreue dich an den Kleinigkeiten im Leben“… Naja, genau genommen ist es auch so einfach. Aber warum gelingt das so wenigen Menschen?

Wir alle haben gewisse Vorstellungen von allem möglichen, z.B. wie viel du im Monat verdienen willst, wie groß dein Haus sein soll, was für ein Auto du fahren möchtest. Soweit so gut, das macht noch nicht unglücklich. Interessant wird es erst dann, wenn du diese Vorstellungen zwanghaft (wie getrieben) verfolgst – und das geht ganz unbewusst schneller als du vielleicht glauben magst. Es heißt ja, der Teufel ist ein Eichhörnchen, das bedeutet: Es fängt bei den kleinen, scheinbar harmlosen Dingen an.

Konsum rockt! Oder nicht?

Zum Beispiel: Du kaufst dir nicht mehr die „No-Name Plastikschuhe“, jetzt sollen es die Guten aus Leder (die Veganer mögen mir verzeihen) sein. Statt zu Fuß zu gehen kaufst du dir ein Rad, oder statt mit dem Rad zu fahren kaufst du dir ein Auto, statt des Kleinwagens die Mittelklasselimousine… Diese Aufzählung lässt sich ewig fortführen und ich bin mir sicher, schaust du ehrlich in deinem Leben nach, erkennst du dein eigenes Beispiel. Die Ansprüche (Vorstellungen) wachsen, wenn du es zulässt, bis ins Unermessliche. Ohne dass du es vielleicht bemerkst, befindest du dich jetzt in diesem Kreislauf – und wie es bei einem Kreislauf so ist, er hat kein Ende. Du bist das sprichwörtliche Kaninchen, das der Möhre (oft Geld) an der Angel hinterher jagt, die auf deinem Kopf befestigt ist. Glücklichsein geht anders

Das Problem ist nicht das Auto, das du kaufst, sondern warum du es kaufst. Du wirst vielleicht sagen, „weil ich es brauche“. Gut, gehen wir davon aus, du brauchst ein Auto (oder könntest du vielleicht doch auch Bus fahren? :)). Aber warum dieses Auto? Weil es besser aussieht? Ein paar PS mehr hat? Luxuriöser ist? Du wirst immer einen für dich rationellen Grund finden, warum genau dieses Ding. Entscheidend ist am Ende immer die Frage: Wie viel brauchst du, um glücklich zu sein? Wie fühlst du dich, wenn du nicht mehr das haben kannst, was du dir wünschst?

Die Glücksforschung hat herausgefunden, dass sich das subjektive Glücksempfinden nicht mehr wesentlich steigert, sobald die Grundbedürfnisse erfüllt sind. Das bedeutet, wenn du ein Dach über dem Kopf hast, Kleidung, etwas zu Essen, eine warme Dusche, dann macht es nicht mehr viel Unterschied, ob du 1000 oder 10000 Euro im Monat bekommst – dann würde dem Glücklichsein nichts mehr im Wege stehen. Trotzdem streben viele Menschen nach mehr und immer mehr. Warum ist das so?

Hier würde ich gerne ein Zitat aus dem Film „Fight Club“ bemühen: „Wir kaufen Dinge, die wir nicht brauchen, von dem Geld, das wir nicht haben, um damit Menschen zu beeindrucken, die wir nicht leiden können.“

Selbstwert? Was für n Ding?

Es hat nichts mit Dummheit zu tun, dass wir das tun. Wir tun es, weil wir es müssen, weil da dieser innere Drang ist, uns in ein gutes Licht zu rücken, uns gut darzustellen. Nur um dann auf die sprichwörtliche Schulter geklopft zu werden. Wir wollen sinngemäß hören: „Das hast du gut gemacht, du bist ein toller, wunderbarer Mensch!“ Das Paradoxe daran ist: Obwohl wir das hören wollen, glauben wir es tief in uns nicht, wenn wir es mal gesagt bekommen – weil wir es uns selbst nicht glauben!

Dir kann pausenlos jemand sagen wie toll, liebenswert, schön, etc., du bist. So lange du es dir selbst nicht glaubst, hat das keinen wirklichen Wert für dich. Weil du dich aber gerne wertvoll fühlen möchtest, tust du Dinge (kaufst z.B. Sachen), die dieses innere Loch stopfen sollen. Ich reiße dich nur ungern von Wolke 7: Das wird so nicht funktionieren!

Und wenn du ehrlich zu dir selbst bist, weißt du das schon längst. Anerkennung, Zuneigung, Lob… auf den Punkt gebracht, Liebe, wirst du erst dann spüren, wenn du bereit bist, dich mit dir selbst auseinanderzusetzen. Finde heraus, warum du dich nicht uneingeschränkt liebst, warum du glaubst etwas zu brauchen, um dich wertvoll und glücklich zu fühlen. Ich kann schon mal vorweg nehmen: Die Gründe liegen nicht „da draußen“, oder bei anderen Menschen, du bist dafür verantwortlich und sonst niemand! Wenn du dich nicht wertschätzt, kann es kein anderer für dich tun.

Zwänge vs Freiheit

Selbstwertschätzung und Dankbarkeit gehen leicht unter in den Zwängen, die jeder so mit sich herumschleppt. Wenn du z.B. gerne Sport machst, hast du sicher deine Gründe, warum du das tust. Aber hast du diese Gründe schon mal hinterfragt? Sind die Gründe, die du dir oberflächlich zu Recht gelegt hast, die wirklichen Beweggründe warum du das tust? Tust du es einfach nur gerne, oder MUSST du es tun? Das kannst nur du dir beantworten.

Ich habe in der Arbeit mit meinen Klienten schon oft festgestellt, dass die wahren Gründe nicht gleich ersichtlich sind. Jemand, der beispielsweise seinen Rauchzwang durch Sport ersetzt, hat offensichtlich einen guten Deal gemacht. Er tut etwas für sich und seinen Körper, lebt gesund (meist achtet er noch sehr auf seine Ernährung) und raucht nicht mehr. Aber bereitet ihm das wirklich Freude, oder ist es zwanghaft? Was passiert, wenn der Sport einige Zeit nicht möglich ist? Unruhe, Unzufriedenheit, die sich immer weiter steigert und irgendwann nicht mehr auszuhalten ist. Kennst du das oder ähnliches auch? 🙂

Man ersetzt eine Sucht durch eine andere. Nur weil sie scheinbar gesünder ist, macht sie das nicht weniger problematisch. Sucht bedeutet Zwang, bedeutet Getriebensein, bedeutet Unzufriedenheit… Freude und Leichtigkeit im Leben sieht anders aus.

Wer will ich sein?

Dazu kann ich auch etwas aus eigener Erfahrung berichten. Ich hatte letztes Jahr einen zweimonatigen Krankenhausaufenthalt zu bewältigen. In den Monaten/Jahren vorher habe ich meinen Körper konsequent ignoriert, die Zeichen und Symptome nicht beachtet. Regelmäßig habe ich Sport gemacht und mir eingeredet, das passt schon alles. Das spricht nicht unbedingt von großer Liebe zu meinem Körper, eher für die eigene Ignoranz und Unzufriedenheit. Irgendwann war der Punkt erreicht, an dem ich es nicht mehr ignorieren konnte, was dann letztendlich Krankenhaus und Herz-OP bedeutet hat. In dieser Zeit habe ich ein neues Verhältnis zu meinem Körper und meinem Leben entwickelt. Dinge, die mir als selbstverständlich erschienen, weiß ich jetzt mehr wertzuschätzen.

Ich nehme das Leben nicht mehr als selbstverständlich hin, sondern achte sehr genau auf das, was ich tue und warum ich es tue. Heute frage ich mich mehr denn je, wie ich mein Leben leben möchte und ob die Entscheidungen die ich treffe, mich dem näher bringen, oder wieder weiter weg. Ich würde lügen, wenn ich behaupte, dass mir das schon zu 100% gelingt. Das Ganze ist ein Weg, ein Lernprozess und der darf auch Spaß machen und muss nicht schwer und anstrengend sein. Am Ende des Tages entscheide ich, ob ich es mir schwer oder leicht mache. Mit „leicht“ meine ich nicht einfach, sondern unbeschwert und frei. So kann sich jeder die Fragen stellen in seinem Leben: Wofür will ich morgens aufstehen? Was soll der Sinn in meinem Leben sein? Was für ein Mensch möchte ich sein? Wie möchte ich durchs Leben gehen? Und wie sieht das alles aktuell aus?

Wenn du nur wartest was passiert, wird es immer schwerer und anstrengender. Damit meine ich auch: unreflektiert durch deinen Alltag zu gehen, den Trott immer zu wiederholen. Was du wiederholst, verfestigt sich, wird zur Routine – unhinterfragt, unreflektiert. Wenn du damit wirklich glücklich bist, alles gut. Wenn nicht, hinterfrage dich und dein Leben, sei ehrlich zu dir und wenn du herausfindest, dass etwas zwanghaft und schwer ist, hinterfrage diesen Bereich und verändere es. Du hast es in der Hand, wie du dich fühlen möchtest. Am Ende wirst du dann vielleicht herausfinden, dass du gut so bist, wie du bist. Dann kannst du Dinge tun, weil sie dir Freude bereiten und aus Neugierde. Du MUSST nichts mehr tun, sondern entscheidest dich, Dinge zu tun und wirst Glücklichsein. Dann freust du dich auch wieder an den kleinen Dingen im Leben und mit dem, was du hast, wer du bist!

 

Glücklichsein

 

Das ist Batman.

Batman kann nicht fliegen.

Batman kann andere tolle Sachen.

Batman findet sich gut, so wie er ist.

Sei wie Batman! 😀

 

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Die Gefühle – Das unentdeckte Land

Viele Gefühle

Gefühle sind weder gut noch schlecht, sie sind einfach da – immer und überall. Man(n) kann nicht vor ihnen davon laufen, auch wenn das die meisten von uns das ständig versuchen. Da würde es doch mehr Sinn machen, seine Gefühle wieder kennen und nutzen zu lernen. Das ist keine Zauberei, aber extrem nützlich und erleichtert das Leben ungemein.

Gefühle? Waaaaaas?

Jeder kennt sie, jeder hat schon mal davon gehört. Wenn ich jemanden frage wie es ihm geht (also wie er/sie sich fühlt), kommt meist eine Antwort wie „Gut“, „Schlecht“, „Passt schon“, „Ganz ok“. Als wären das alle Gefühle die es so gibt. Wenn ich dann weiter frage, was das denn genau bedeutet, herrscht meistens Schweigen im Walde. Oder aber die Leute erzählen dann von Ereignissen und Erlebnissen. „Gestern ist mir was passiert…“ Was dann erstmal nichts mit einem Gefühl zu tun hat. Was noch am ehesten wahr genommen wird, sind die Urgefühle die aufs Überleben ausgerichtet sind (das geht jetzt vor allem an die Männer): Hunger, Müde, Geil… 🙂

Klar, Überleben ist wichtig, aber zum Leben gehört mehr als das. Freude, Ekstase, Freiheit, Lust, Neugier, aber natürlich auch Angst, Wut, Trauer, Hilflosigkeit und viele viele mehr. Du kannst gleich mal testen wie gut du deine Gefühle kennst: Stell dir jetzt die Frage, „Wie fühle ich mich?“ – Als Antwort sind verboten: gut, schlecht, passt schon… Kannst du Gefühle identifizieren? Oder gehts gleich wieder mit dem Denken los?

Früh übt sich…

Warum haben wir solche Schwierigkeiten damit, Gefühle bewusst zu fühlen und vor allem zu benennen? Wenn wir uns Kinder ansehen (welche die noch nicht so sehr „erzogen“ sind), dann fällt auf, dass sie keine Probleme mit ihren Gefühlen haben. Ist ein Kind traurig, dann ist es traurig – mit jeder Faser seines Wesens. Wenn es begeistert von etwas ist, Freude damit hat, dann gibt es in diesem Moment nur das. Nehmen wir ein Kind das wütend ist – und viele Kinder können seeeeeehhhhhhr wütend sein. Darf ein Kind das? Überleg mal selber, wie würdest du auf (d)ein wütendes Kind reagieren? Kannst du es so sein lassen, oder ist dir das irgendwie unangenehm? Vielleicht wirst du selber wütend? Vielleicht wirst du das Kind dann ermahnen sich anders zu verhalten. Oder hältst du es aus wenn ein Kind wütend ist?

Dann setzt in der Regel die Erziehung ein und ein Kind lernt, dass dieses Gefühl nicht gewollt ist. Es folgert unbewusst: Mit diesem Gefühl bin ich nicht erwünscht, da lieben mich Mama und Papa nicht! Es wird damit beginnen dieses Gefühl zu unterdrücken, mehr und mehr. Irgendwann wir das Kind dann erwachsen und das Gefühl, dass ihm als Kind noch so vertraut war, ist nur noch ein Wort, ein Begriff der kein Leben mehr in sich trägt. Der Erwachsene hat dann keine Idee mehr von Wut, denn wütend ist man nicht, das gehört sich nicht. Wenn du dir jetzt sagst, „ich bin schon mal wütend“, frag dich bitte: Wähle ich jetzt wütend zu sein, oder bin ich es einfach, weil ich nicht anders kann? Falls du nicht anders kannst, bist du zwanghaft was Wut angeht. Solltest du zwanghaft sein, bricht es irgendwann unkontrolliert hoch – nicht sehr gesund.

Gefühle sind nicht ihre Bewertungen

Von Natur aus ist jedes Gefühl erstmal neutral, auch die scheinbar negativen. Du lernst dann erst zu unterscheiden in positive und negative Gefühle. Die negativen sind die, mit denen du „schlechte“ Erfahrungen gemacht hast, das heisst z.B. dir wurde deutlich gezeigt, dass du mit diesem Gefühl nicht liebenswert bist. Die kommen in die Negativschublade und da sollen sie dann gefälligst bleiben, ist ja auch einfacher – scheinbar. Nur gehen die Gefühle halt nicht weg, nur weil du sie nicht mehr haben willst. Gefühle sind ein Teil von dir, genauso wie deine Hand. Die würde auch nicht weg gehen, falls du sie nicht haben wollen würdest. Deine Hand ist ein selbstverständlicher Teil von dir und du würdest nie auf die Idee kommen, diesen Teil „weg zu machen“.

Bei den unterdrückten Gefühlen versuchst du das. Nur weil du sie nicht sehen und greifen kannst, sind sie trotzdem ein Teil von dir. Diesen Teil kannst du genauso kennenlernen wie du mal gelernt hast deine Hand zu benutzen. Sieh dir ein Baby an, dass gerade Greifen lernt. Die Hand ist nützlich und dient dir ganz natürlich, ohne Zwang, ohne Kontrolle. Gefühle kannst du auch ganz natürlich kennen lernen, auch jetzt noch, dafür ist es nie zu spät. Ungewohnt, ja, aber nicht unmöglich. Gefühle sind dir auch nützlich, wenn du sie zulassen kannst. So kann z.B. Wut ein starker Antrieb sein den du durchaus positiv für dich nutzen kannst.

Du machst also aus einem Gefühl ein positives oder ein negatives – und zwar mit deinen Bewertungen (Gedanken) darüber. Wenn du wie oben beschrieben lernst, dass du mit bestimmten Gefühlen nicht „akzeptabel“ bist, versuchst du das zu vermeiden. Also verknüpfst du dann z.B. Wut mit Gedanken der Ablehnung: „Wenn ich wütend bin, werde ich abgelehnt“. Welcher Junge hat nicht so Sätze gehört wie, „Ein richtiger Mann weint nicht“, „Indianer kennen keinen Schmerz“, „Wenn du dich so aufführst, mag dich keiner“ usw. So verlernst du nach und nach diese Gefühle bewusst zu fühlen und auszudrücken. Wenn du jetzt glaubst das trifft bei dir nicht zu, dann mache folgenden kleinen Selbsttest: Schrei aus vollem Hals drauf los! Einfach so… Kannst du nicht? Dann ist es sehr wahrscheinlich dass du keinen Kontakt zu deiner Wut hast.

Du trägst JEDES Gefühl in dir und kennst nur einen Bruchteil bewusst! Zeit auf Entdeckungsreise zu gehen.

  • Achte auf Situationen, die dich aus dem Gleichgewicht bringen, bei denen du dich „schlecht“ und gestresst fühlst. Schreibe dann auf worum es dabei ging, was deine Gedanken und Gefühle sind – soweit du diese benennen kannst.
  • Wenn du ein Gefühl erkannt hast, mach dir eine Liste: Schreibe stichwortartig auf wovor du bei diesem Gefühl Angst hast. Also z.B. Wovor hast du Angst wenn du wütend wärst? Was würde dann schlimmes passieren in deiner Vorstellung?
  • Stelle dem gegenüber wobei dir das Gefühl helfen könnte. Was wäre z.B. das „Geschenk“ der Wut an dich? Wobei könnte Wut dich unterstützen? Was würde dir fehlen wenn du nie wütend sein könntest? Stell dir das wirklich lebhaft vor. Es ist in der Regel wesentlich schwieriger das Geschenk zu finden, als negative Aspekte.
  • Wenn du sehen kannst dass das Gefühl beide Aspekte hat, mach dir klar, je mehr du versuchst es zu unterdrücken, desto mehr wirst du mit den negativen Aspekten konfrontiert, z.B. die unkontrollierte Wut.
  • Jetzt mach dir klar, dass du das Gefühl in dir wieder neutral, unvoreingenommen kennen lernen möchtest. Wenn es noch Widerstand in dir gibt, schau dir noch mal die beiden Punkte vorher an.
  • Wenn du nun innerlich sagen kannst „Ja, ich möchte dieses Gefühl wieder kennen lernen“, dann kommen wir zum Punkt des Fühlens.
  • Setz dich hin, schliesse deine Augen und konzentriere dich auf deine Atmung. Nimm wahr wie sich dein Brustkorb hebt und wieder senkt. Dann formuliere innerlich eine Einladung an das Gefühl dass du wieder wahrnehmen möchtest, z.B. „Meine Wut, ich möchte dich jetzt fühlen“. Klingt vielleicht im ersten Moment komisch, funktioniert aber. Warte nun bis sich das Gefühl zeigt. Hier kannst du nichts erzwingen, es dauert so lange es dauert.
  • Wenn du es dann spürst, versuch nicht es verändern zu wollen. Lass es da sein, auch hier, so lange es dauert. Es ist vergleichbar mit einer Welle, sie baut sich auf, wird immer intensiver und flacht dann wieder ab. Wichtig ist, dass es von selber wieder abflacht, nicht du entscheidest das, sondern dein Gefühl. Unter Umständen musst du das Ganze öfter wiederholen bis sich etwas meldet, du hast es ja auch lange unterdrückt.Gefühle ausdrücken

Wenn du „Nachhilfe“ brauchst, beobachte Kinder. Sie fühlen zu 100% Begeisterung, Freude, Leidenschaft, Freiheit, Wut, Trauer, Angst – einfach so, weil sie es können.

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Probleme lösen leicht gemacht

Wenn die Sonne scheint, dann freue ich mich und mir geht es gut. Wenn es regnet, dann freue ich mich auch und mir gehts gut. Denn, würde ich mich dabei schlecht fühlen und mich darüber aufregen, würde es trotzdem regnen.

Probleme lösen ist nicht so schwer wie du vielleicht denkst, denn sie entstehen letzten Endes immer im Kopf, als eine Reaktion auf eine bestimmte Situation.  Meistens sind die Situationen nicht oder nur schwer zu ändern – das Problem dass du damit hast ist aber immer zu lösen. Wer das nicht glaubt, liest hier nach. 🙂

Probleme lösen wo sie entstehen
Oh Oh!

Wer kennt diese Situationen nicht? Wieder mal ein leeres Bankkonto – Anfang des Monats… Du schaust dem schönen Geschlecht nach, dein(e) Partner(in) sieht das und ist (milde gesagt) nicht begeistert… Dein Chef war wieder mal sooo ein Arsch und hat dir noch mehr Arbeit aufgebrummt…

Das sind typische Situationen die man als Problem sehen kann. Die Reaktion auf solche Situationen sieht bei jedem anders aus, aber was bei all diesen Problem-Situationen immer gleich ist: Sie stressen einen! Das heisst sie lösen Gefühle aus und mit diesen Emotionen können wir meistens nicht umgehen, wenn wir sie überhaupt bewusst wahrnehmen. Wir fühlen uns dann meist überfordert, hilflos, genervt und wissen oft nicht weiter. Wir hadern mit der Situation, machen Gott und die Welt für unsere Situation verantwortlich, resignieren oder fügen uns in unser „Schicksal“… Wie könnten wir das verändern und unsere Probleme lösen?

Situation und Problem

Zuerst ist es mal wichtig zu unterscheiden zwischen der Situation und dem Problem. Ich behaupte, dass ein Problem immer im Kopf entsteht. Das heisst, wir finden zuerst mal eine Situation in unserem Leben vor die uns nicht passt (leeres Bankkonto, Ärger mit dem Partner, zu viel Arbeit). An dieser Situation lässt sich oftmals nicht viel verändern, wenn das Konto leer ist, ist es halt leer. Damit wollen wir uns aber nicht abfinden.

Wir malen uns meist unbewusst aus, was die schlimmsten Konsequenzen aus dieser Situation sein könnten und die passen uns erst recht nicht (Armut, Verlassenwerden, Gekündigt). Also tun wir vermeintlich alles um die Situation zu verbessern. Wir nehmen uns vor nächsten Monat zu sparen, wir geloben Besserung und versprechen nie wieder jemandem hinterherzuschauen, wir arbeiten weit über unsere Grenzen hinaus und nehmen Arbeit auch mit nach Hause. Herzlich Willkommen im Hamsterrad! Derjenige bei dem das wirklich wesentlich etwas verbessert hat, bei dem sich solche Situationen dann nicht wiederholt haben, möge sich bei mir melden und mir sein Geheimnis verraten – ich geb dann einen aus.

Gedanken und Gefühle

So versuchen wir also unsere Probleme zu lösen, was aber nicht wirklich funktionieren kann. An der Situation lässt sich meist nichts verändern. Was du aber immer verändern kannst, sind deine Gedanken zu einer Situation. Schau dir die Situationen, die du als Probleme bezeichnest genau an und überleg dir, was genau dein Problem damit ist. Was nervt dich daran, frustriert sich, greift dich emotional an? Schreib dir alles auf was dir dazu in den Sinn kommt, jeden Gedanken und scheint er auch noch so verrückt. Dann wirst du bemerken, es ist schon etwas leichter geworden, der innere Druck hat nachgelassen.

Klar, die Situation ist immer noch so, wie sie vor dem Aufschreiben war. Aber das ist auch gar nicht deine Baustelle. Stell dir z.B. vor, du brichst dir den Arm und hast morgen ein wichtiges Tennismatch – dass du dir den Arm gebrochen hast, wirst du nicht ändern können. Also geh mit deiner Aufmerksamkeit weg von der Situation, hin zu den Gedanken die darüber in dir auftauchen. Denn dort liegt dein wahres Problem, die Gedanken die du dir über Situationen machst! Die lassen dich dann wütend, traurig, frustriert, etc. werden. Wie du darauf reagierst bestimmt sich dadurch was du für Erfahrungen in deinem Leben gemacht hast und wie du es gelernt hast. Dein Unterbewusstsein assoziiert solche Situationen mit für dich prägenden Situationen aus deiner Vergangenheit. Schon bist du emotional hineinversetzt in die Vergangenheit. Daraus kann dich dein Kopf/Denken nicht befreien.

Einfach Probleme lösen

Du hast nun also deine Gedanken aufgeschrieben und vielleicht auch schon wie du dich gefühlt hast. Nun ist es wichtig, dass du dich um diese Gefühle kümmerst. Mit kümmern meine ich: Fühlen! Auf das Thema Gefühle gehe ich in diesem Artikel näher ein. Das hört sich erstmal leicht an, ist es für viele aber nicht. Wir haben gelernt bestimmte Gefühle, meist die „Negativen“ zu unterdrücken. Das führt dann zu besagten Problemen. Wenn du wieder die Verantwortung für deine Gefühle übernimmst und sie bejahend fühlst, passiert etwas wunderbares, deine Probleme lösen sich wie von selbst auf. Zuerst bearbeitest du also das Problem in deinem Kopf und dann siehst du neue Möglichkeiten, Lösungen für die Situationen denen du dich gegenüber siehst.

Zusammenfassend ein Beispiel: Wenn die Sonne scheint, es 30 Grad und blauen Himmel hat, würden die meisten sagen: „Was für ein Traumwetter! Juhuuuu!“ Sie würden sich automatisch „gut“ fühlen. Bei demselben Wetter gibt es aber auch die, die sagen: „Es ist viel zu heiss, da kann man ja nichts machen, alles ist so anstrengend“. Die werden sich eher „schlecht“ fühlen.

Probleme lösen sich auf
Hier herrscht eitel Sonnenschein

Wer hat denn nun „Recht“? Wir gehen unhinterfragt davon aus, dass das Wetter so ist wie wir es mit unseren Gedanken darüber interpretieren, die einen sehen es eben gut, die anderen schlecht. Diejenigen die es als schlecht interpretieren haben dann Stress mit dem Wetter. Aber was kann das Wetter dafür? Deine Gedanken über das Wetter bestimmen wie du dich fühlst – und die kannst du immer verändern. Wenn du dich dann noch um deine Gefühle dazu kümmerst, änderst du dein Erleben des „Wetters“ und es kann kommen was will. Deine Probleme lösen sich in Wohlgefallen auf und bei dir herrscht eitel Sonnenschein. 🙂

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Angst überwinden? Nichts vor dem man sich fürchten müsste!

Angst überwinden ist keine Zauberei. Oft zeigt sie sich wie aus heiterem Himmel im Alltag. Das Problem dabei: sie manifestiert sich meist zuerst körperlich über Symptome wie Druck auf der Brust oder Enge im Hals. Zumeist überfordert einen das völlig, weil man es eben nicht zuordnen kann. Wenn der Arzt einem dann bescheinigt dass alles in Ordnung sei und vielleicht die Diagnose „Panikattacke“ stellt, ist guter Rat teuer. Wie du deine Angst überwinden kannst und deinen Umgang damit veränderst, erfährst du hier.

„Wo kommt das denn auf einmal her? Es fühlt sich einfach nur schlecht an, man möchte davon laufen. Im Magen liegt es schwer, der Druck auf der Brust ist auch heftig und diese Enge im Hals! Was mach ich denn jetzt? Am besten irgendwie ablenken, Hauptsache es geht weg. Da kommt das Smartphone gerade recht – mit seinen Millionen Möglichkeiten. Oder doch lieber gleich mit jemandem was ausmachen, telefonieren, sich treffen. Fernsehen? Kino? Hauptsache dieses doofe „Etwas“ in mir drinnen verschwindet endlich. Was ist das eigentlich? Nein, lieber nicht fragen, sonst wird es nur noch schlimmer und ich bekomme es gar nicht mehr unter Kontrolle.“

Der Teufelskreis

Jeder kennt es, die wenigsten können es konkret benennen – das Gefühl der Angst. Meistens läuft der erste bewusste Kontakt damit, so oder so ähnlich wie oben beschrieben ab. Da regt sich etwas in mir, was ich nicht genauer beschreiben kann. Es ist unangenehm und die erste Reaktion ist meistens: „Das muss weg! Jetzt!“. Ich gehe also aus, treffe Freunde oder mache irgendetwas  um dieses unangenehme Etwas leiser zu stellen oder zeitweise ganz zu überdecken. Irgendwann, meist nicht allzu viel später, meldet es sich aber wieder in mir. Mit der Zeit werden die Signale dann heftiger: Herzrasen, Magenkrämpfe, Schwindel, usw. Dann beginnt das Spielchen wieder von vorne und schon bin ich mitten drin in meinem persönlichem, selbst erschaffenem Teufelskreis.

Angst überwinden und verstehen

Was ist denn Angst eigentlich und warum ist es so schwer sie „los zu werden“? Angst ist ein Gefühl das jeder Mensch in sich trägt. Entwicklungsgeschichtlich macht sie durchaus Sinn: hätte der Steinzeitmensch damals keine Angst vor dem Säbelzahntiger gehabt, würde es mich und dich vielleicht heute gar nicht geben. Wurde damals jemand aus der Gesellschaft ausgeschlossen, war dies gleichbedeutend mit seinem Tod, denn alleine zu überleben war damals nicht möglich – heute wäre das die allseits bekannte „Angst vor dem Alleine-Sein“.

Früher gab es viele reale Situationen, bei denen man um Leib und Leben fürchten musste. Heute haben die meisten Ängste keinen wirklich bedrohlichen Hintergrund. Also ist die Vorstellung was passieren könnte, meist viel schlimmer als das was dann wirklich passiert. Alleine zu sein etwa ist heute nicht mehr lebensbedrohlich. Trotzdem kann das Angstgefühl auch heute noch durchaus sinnvoll sein, wenn ich es denn zulassen kann und ihm zuhöre. Stell dir vor du stehst vor einer sechsspurigen Autobahn und möchtest hinüber, da könnte Angst schon nützlich sein um aufmerksam zu bleiben. Es geht also um ein Gefühl das wir die ganze Zeit in uns herumtragen.

Wie vorher schon erwähnt ist die erste Reaktion darauf meist, es weg haben zu wollen. Und da haben wir ein grosses Problem: ich kann nichts weg machen, was ein Teil von mir ist. Schau dir deine Hand an. Sie ist ein Teil von dir – offensichtlich. 🙂 Würde es Sinn für dich machen deine Hand weg haben zu wollen? Jetzt könntest du sagen, dass die Hand schliesslich nützlich sei – aber das könnte die Angst auch sein. Mit deiner Hand lernst du als Baby ganz natürlich umzugehen und die Eltern unterstützen das auch – beim Angstgefühl passiert das nicht, wie du weiter unter gleich lesen wirst. Natürlich kannst du deine Angst jetzt auch mit Medikamenten unterdrücken, aber „weg“ wird sie deswegen nicht gehen.

Die Lösung

Es hilft schon mal, die Angst zu verstehen und dein Bild von ihr zu verändern. Bisher war sie das dunkle, böse Unbekannte das du weg haben wolltest. Tief in dir sind vielleicht sehr ablehnende Überzeugungen abgespeichert. Eine Überzeugung ist ein Gedanke, den du irgendwann mal angefangen hast zu glauben – meist ohne ihn zu hinterfragen. Was hindert dich diesen Gedanken zu hinterfragen und zu verändern? Als Kinder fangen wir an, Gedanken von Mama und Papa oder einer anderen Bezugsperson als die eigenen zu übernehmen. Wenn du also als Kind z.B. Angst vor einem Gewitter hast und deine Eltern zu dir sagen, „Du brauchst keine Angst zu haben“, ziehst du dir den logischen Schluss, „ich spüre etwas (Angst), brauche es aber nicht zu haben, also stimmt was nicht mit mir wenn ich es spüre“ – also fängst du an sie zu unterdrücken, weil du willst ja „normal“ sein und dazu gehören.

Der Mensch wächst und wird intellektueller, die kindlich logische Überzeugung, dass Angst nicht ok ist und unterdrückt werden sollte, bleibt unbewusst bestehen. Hier unterstützen deine Eltern dein natürliches Erleben und deinen Umgang mit der Angst nicht. Das führt dazu, dass Angst immer noch unbewusst sofort abgelehnt und unterdrückt wird sobald sie sich zeigen würde. Würden sie stattdessen etwa sagen, „Es ist in Ordnung dass du Angst hast, jeder hat mal Angst, ich auch“ und dich dann in den Arm nehmen, würdest du erfahren dass du mit deiner Angst geliebt wirst und sie nicht unterdrücken. Leider haben das die wenigsten von uns früher gehört, alsooooooo…

Hinterfrage deine Einstellung (deine Gedanken) zu deiner Angst!

Was müsste passieren, dass du deine Angst annehmen lernst? Stell dir vor dein Postbote klingelt bei dir. Er lächelt dich an und hält dir einen roten Brief (Vorladung, Gerichtsvollzieher, etc… definitiv nichts Gutes!) entgegen. Würdest du auf die Idee kommen ihm eine rein zu hauen? Wahrscheinlich würdest du den Brief entgegen nehmen und deinen Briefträger, wenn du ihn besser kennst, verabschieden. Dann würdest du dich wohl um das kümmern was in dem Brief steht. In dem Beispiel ist die Angst der Briefträger, die dir eine Nachricht überbringt. Wenn du deine Angst ablehnst, haust du deinem „Briefträger“ immer wieder eine rein, obwohl sie es gut meint und dich nur auf etwas hinweisen möchte. Du kümmerst dich aber nicht um das, was dir die Angst sagen will.

Also finde raus, was deine Gedanken zu „Angst“ sind. Nimm dir Zeit und schreib mal auf, was es in dir zum Thema Angst denkt, ganz spontan ohne groß darüber nachzudenken. „Angst ist…“ und dann gehts los. Wenn du anfängst deine Einstellung ihr gegenüber zu verändern, dann kannst du den nächsten Schritt angehen.

Fühle dein Gefühl der Angst!

Lass das Gefühl der Angst zu. Es ist eh schon da – immer! Meistens spürst du es nicht weil dir beigebracht wurde, dass Angst etwas ist, was man nicht zu fühlen braucht. Das ist ein Missverständnis in deinem Unterbewusstsein!

  • Setz dich hin, schliesse deine Augen wenn du kannst und konzentriere dich auf deine Atmung, beobachte innerlich eine Zeit lang deinen Atem.
  • Lade deine Angst ein, sich jetzt zu zeigen! Formuliere innerlich eine Einladung und warte was passiert. Vielleicht spürst du körperlich etwas, beobachte dies.
  • Atme und spüre wie die Angst kommt.
  • Gib den Widerstand dagegen auf und warte bis die Angst von selbst weniger wird. Du kannst nichts erzwingen. Die Angst „entscheidet“ wann du genug gefühlt hast und wird sich dann von selbst zurück ziehen, vergleichbar mit einer Welle die über dich hinweg spült.
Angst überwinden
Angst verliert ihren Schrecken

So veränderst du dein Denken und dein Fühlen der Angst. Wenn du deiner Angst freundlich gegenüber stehst, kann etwas wunderbares passieren: Die Angst wird ein nützlicher Freund werden, ein Gefühl dass dich immer dann aufmerksam werden lässt, wenn du es brauchst. Sie gibt dir Hinweise, die du beachten kannst. Dann ist die Angst nicht mehr das dunkle, böse Monster, als dass du sie immer gesehen hast. Dann verliert sie ihren Schrecken und hilft dir zu erkennen, dass es da etwas (der Brief aus dem Beispiel) gibt, um das du dich kümmern darfst. So veränderst du nach und nach dein Bild, deine Vorstellung der Angst und du wirst merken – Angst überwinden ist nichts vor dem du dich fürchten müsstest. 🙂